Warum dürfen Soldaten nicht im Gleichschritt über Brücken marschieren?
Die Regel geht auf ein Unglück im Jahr 1831 zurück, als 74 Soldaten im gleichmäßigen Gleichschritt eine Hängebrücke im englischen Broughton überquerten und durch die entstehende Resonanzschwingung zum Einsturz brachten. Seither gilt in vielen Ländern, auch in Deutschland, dass Truppen beim Überqueren von Brücken den Gleichschritt brechen müssen. Der Grund ist reine Physik: Gleichmäßige Schritte können eine Brücke in eine gefährliche Schwingung versetzen, die sich mit jedem weiteren Schritt verstärkt. Auch wenn heute kaum noch geschlossene Marschformationen über Brücken geführt werden, lebt die alte Vorsicht in modernen Bau- und Prüfnormen für Fußgängerbrücken fort.
Diese Frage ist Teil unseres Beitrags zu „Kuriose deutsche Rechtslagen, die es wirklich gibt: Von der Dashcam bis zum Bierdeckel". Dort findest du den Kontext und alle weiteren Aspekte.
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