Obowiązki GPSR dla importerów i sklepów online — co naprawdę obowiązuje od grudnia 2024

Ostatnia aktualizacja: 30 czerwca 2026 · 4 min czytania · Temat: International

GPSR od 13 grudnia 2024 to już nie teoria — to rzeczywistość. Dla sklepów online i importerów to odpowiedzialność, która nabiera konkretnych form: obowiązkowe informacje w ofercie, wyznaczony przedstawiciel w UE, dokumentacja techniczna i możliwość śledzenia. Kto je ignoruje, ryzykuje zawiadomienia, kary do 100 000 euro i blokady listingu. Tutaj praktyczne wskazówki.

Maximilian Meisner
Maximilian Meisner
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Die GPSR ist seit Dezember 2024 Realität — und sie betrifft Dich

Seit dem 13. Dezember 2024 gilt die EU-Produktsicherheitsverordnung (GPSR), EU 2023/988, unmittelbar in allen EU-Mitgliedstaaten. Das klingt nach einer weiteren Compliance-Regel, die irgendwann greift. Doch die GPSR ist anders: Sie verpflichtet jeden Online-Shop, Importeur und Fulfillment-Dienstleister gleich mit auf die Bühne. Wer Produkte in der EU verkauft — egal ob als Hersteller, Importeur oder Marketplace-Verkäufer — hat konkrete Pflichtangaben zu machen. Und wer sie vergisst oder falsch formuliert, riskiert Bußgelder bis zu 100.000 Euro.

Der Druck ist nicht klein: Im ersten Quartal 2024 bereits waren über 2.200 potenziell gefährliche Produkte über das EU-Schnellwarnsystem Safety Gate gemeldet worden — davon wurden 31 Prozent auf Online-Handelsplattformen angeboten. Das zeigt die Realität: Der E-Commerce ist ein Haupt-Kanal, über den unsichere Produkte in Europas Haushalte kommen. Die GPSR soll dieses Risiko senken — indem sie jeden Akteur der Lieferkette zur Verantwortung zieht.

Wer hat welche Verantwortung? — Die Wirtschaftsakteure der GPSR

Die GPSR definiert vier zentrale Rollen: Hersteller, Importeure, Händler und Fulfillment-Dienstleister.

Als Importeur — wer Produkte aus Drittländern in die EU bringt — triffst du eine erweiterte Verantwortung. Du musst die Produkte bewerten, technische Dokumentation anlegen, Konformitätserklärungen unterschreiben, eine verantwortliche Person in der EU benennen und — dies ist neu — Hersteller-Kontaktdaten und Informationen zum Produkt transparent machen.

Als Online-Händler — ob auf eigener Website oder via Marketplace wie Amazon, eBay, Etsy — schuldest du ebenfalls klare Informationen: Macher-Kontaktdaten, die Möglichkeit zur Mängelrüge, EU-verantwortliche Person wenn du Drittland-Ware verkaufst, und Warnhinweise in der Sprache deiner Käufer.

Fulfillment-Dienstleister sind neu in diesem Spiel: Sie haften mit, wenn sie wissen oder hätten wissen sollen, dass ein Produkt nicht sicher ist. Sie müssen Rückrufe aktiv mitgestalten. Das ändert ihre Rolle — von der stummen Lagerverwaltung zur Produktsicherheits-Mitverantwortung.

Die EU-Produktsicherheitsverordnung (GPSR) gilt seit dem 13. Dezember 2024 unmittelbar in der gesamten EU und verpflichtet nach Art. 19 der Verordnung (EU) 2023/988 jeden Online-Händler, Hersteller-Kontaktdaten, die EU-verantwortliche Person bei Drittlandware sowie Warnhinweise in der Sprache der Verbraucher sichtbar im Angebot anzugeben.

Was Windweiss hier abbildet, ist nicht eine optionale Best-Practice, sondern das Mindestgebot. Die Nicht-Einhaltung ist kein ‚Moment-der-Unachtsamkeit' — es ist ein Verstoß mit Rechtsfolgen.

Informationspflichten im Online-Handel — was konkret im Angebot stehen muss

Hier wird es praktisch. Du verkaufst ein Produkt auf deinem Online-Shop oder auf Amazon. Deine Pflicht als Importeur oder Händler der GPSR ist es, folgende Angaben — sichtbar, in Kundensprache — bereitzustellen:

  • Name, Adresse und Kontaktdaten des Herstellers oder Importeurs
  • Identifizierungsnummer des Produkts (z.B. Modellnummer, Charge)
  • Wesentliche Sicherheitsmerkmale und Warnhinweise
  • Konformitätserklärung oder CE-Zeichen (falls zutreffend)
  • Rückruf- und Melde-Verfahren für Sicherheitsprobleme

Dazu kommt: Konformitätserklärungen und technische Dokumentation müssen auf Anfrage zur Verfügung gestellt werden — nicht erst nach Tagen oder Wochen, sondern zeitnah. Die GPSR Verordnung Online Shop stellt hier hohe Standards.

Fehlende oder falsche Angaben sind ein Rechtsverstoß mit direkten Konsequenzen. Mögliche Folgen sind: Abmahnungen durch Wettbewerber, inklusive Kosten und Unterlassungserklärung; Bußgelder durch Behörden in Höhe von 10.000 € bis 100.000 € (in schwerwiegenden Fällen); Verkaufsverbote oder Listing-Sperren auf Plattformen wie Amazon oder Etsy.

Die Eskalationskette ist also dreigliedrig: Erst kommt die Abmahnung von Konkurrenten oder Verbänden, dann Behörden-Bußgelder, dann de-facto-Verkaufsverbote. Das ist nicht ein Papierdrachen, den man ignoriert — das ist eine Verantwortungskette, die reale Konsequenzen hat. Für-Gründer.de skizziert hier nicht theoretische Szenarien, sondern reale Fälle, die heute stattfinden.

Die verantwortliche Person in der EU — ein neuer Standard

Wer Produkte von außerhalb der EU importiert, muss nun eine sogenannte verantwortliche Person (Representative) benennen, die in der EU ansässig ist. Diese Person ist Ansprechpartner für Behörden, bekommt Rückruf-Anfragen, koordiniert Meldungen bei Safety Gate und vertritt dich, wenn Compliance-Fragen entstehen.

Eine der folgenreichsten Neuerungen der GPSR ist die Pflicht zur Benennung einer in der EU ansässigen verantwortlichen Person für Produkte aus Drittländern.

Das ist mehr als nur eine Verwaltungs-Aufgabe: Viele Shops vergessen schlicht, jemanden zu bestimmen — und fahren dann ohne rechtliche Rückversicherung. Alternativ benennen sie einen Anwalt, einen Compliance-Berater oder einen lokalen Vertreter, der sich diese Aufgabe teilt. Das ist jedoch nicht kostenlos — und doch ist es eine notwendige Investition in die Rechtssicherheit, denn im Vergleich zu den Risiken von Bußgeldern oder Listing-Sperren ist sie überschaubar.

Technische Dokumentation und Rückverfolgbarkeit — das Gedächtnis des Produkts

Die GPSR verpflichtet Hersteller und Importeure zur Aufbewahrung technischer Dokumentation für mindestens 10 Jahre. Diese umfasst:

  • Konstruktionszeichnungen und Schaltpläne
  • Risikoanalysen und Konformitätsbewertungen
  • Testergebnisse und Zertifikate
  • Herstellungs- und Qualitätskontroll-Unterlagen
  • Rückverfolgbarkeits-Nummern und Chargendaten

Hinzu kommt eine Rückverfolgungspflicht: Du musst jederzeit nachvollziehen können, woher ein Produkt kam, wo es heute liegt und an wen es verkauft wurde. Das ist nicht optional für große Konzerne — das gilt für jeden Importeur und jeden Marketplace-Verkäufer. Die Marktüberwachungsbehörden kontrollieren das, und wenn die Dokumentation fehlt oder unvollständig ist, gibt es auch dafür Bußgelder.

Sanktionen und Marktüberwachung — real und nahbar

Die Marktüberwachungsbehörden sind nicht zahnlos. Sie haben Befugnisse:

  • Proben-Ziehungen ohne Ankündigung
  • Aufforderungen zur Vorlage von Dokumenten innerhalb von Tagen
  • Untersagung des Vertriebs nicht-konformer Produkte
  • Eintragung in Monitoring-Systeme (auffällige Unternehmen werden intensiver kontrolliert)

Die Bußgeldspanne ist — je nach Schwere — gestaffelt. Geringfügige Formfehler (fehlende E-Mail-Adresse) können mit niedrigeren Verwarnungsgeldern enden. Systematische Verstöße führen zu Bußgeldern von 10.000 bis 100.000 Euro. In besonders schweren Fällen drohen auch Verkaufsverbote, die de facto bedeuten, dass du deine Produkte aus dem Verkehr ziehen musst. Das ist kein Szenario, das nur theoretisch existiert: Die Behörden fahren diese Maßnahmen — und Unternehmen verlieren dadurch ihre Geschäftsgrundlage.

1. IHK — Die neue Produktsicherheitsverordnung EU 2023/988 2. Windweiss — GPSR-Compliance im Online-Handel 3. Für-Gründer.de — GPSR Pflichten für Online-Händler 4. EY — GPSR und die Verantwortungskette 5. BAuA — FAQs zur GPSR und Produktrückrufen 6. EaseCert — GPSR-Checkliste für neue Produkte

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Häufige Fragen

Czy GPSR dotyczy również małych sklepów internetowych?

Tak, GPSR nie rozróżnia wielkości przedsiębiorstwa. Czy jesteś przedsiębiorcą indywidualnym, czy spółką, czy sprzedajesz 100 produktów miesięcznie czy 10 000 — jeśli sprzedajesz produkty w UE, GPSR dotyczy Ciebie. Wyjątki dotyczą tylko bardzo specyficznych kategorii (np. używane części zamienne pod określonymi warunkami), ale są ściśle określone. Ryzyko: wielu małych sklepów nie wie, że są zobowiązane, i zapomina o wymaganych informacjach. To prowadzi później do zaskakujących wezwań do zaprzestania lub pytań od władz. Zgodność zaczyna się od pierwszego produktu — nie dopiero od określonego rozmiaru.

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Co to jest 'osoba odpowiedzialna' i czy mogę sam tę rolę przyjąć?

Osoba odpowiedzialna (Representative) to kontakt mający siedzibę w UE, który ponosi odpowiedzialność za produkt pochodzący z państwa trzeciego i jest punktem kontaktowym dla władz. Możesz przyjąć tę rolę sam, jeśli mieszkasz w UE i jesteś gotów ponieść odpowiedzialność. Alternatywnie powierzasz tę rolę adwokatowi, usługodawcy compliance lub lokalnemu reprezentantowi. Koszty typowo wynoszą 500–2000 € rocznie, w zależności od zakresu i modelu obsługi partnera. Ważne: bez wyznaczenia osoby odpowiedzialnej Twój import jest prawnie niedopuszczalny i może prowadzić do zakazów sprzedaży.

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Jak długo muszę przechowywać dokumentację techniczną?

Dokumentacja techniczna musi być przechowywana co najmniej przez 10 lat — to twardy standard minimalny GPSR. Te materiały obejmują rysunki konstrukcyjne, analizy ryzyka, raporty testów, certyfikaty i dane kontroli jakości. Praktycznie oznacza to: potrzebujesz cyfrowego systemu archiwizacji, który jest odporny na audyt (zmiany są śledzone, usunięcia nie są możliwe). Rozwiązania chmurowe takie jak SharePoint z kontrolą wersji lub dedykowane oprogramowanie compliance się do tego nadają. Papierowy folder w biurze nie wystarczy i może prowadzić do grzywien podczas kontroli władz.

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Jakie są konsekwencje wezwania do zaprzestania z powodu naruszeń GPSR?

Wezwanie do zaprzestania — zwykle od konkurentów lub stowarzyszeń ochrony konsumenta — kosztuje Ciebie typowo 1500–3000 € honorarium adwokata plus koszty sądowe. Musisz podpisać oświadczenie o zaprzestaniu, które również jest opłacone. Dochodzą żądania odszkodowania, jeśli kupujący poniosą straty. Ale to jeszcze nie poziom władz: jeśli wezwanie nie będzie brane poważnie i władze się zaangażują, grożą grzywny od 10 000 do 100 000 €. Najlepszy sposób to prevencja: przejrzyj checklist, sprawdź informacje i dokumentuj.

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Co się stanie, jeśli produkt zostanie zgłoszony za pośrednictwem Safety Gate?

Jeśli Twój produkt zostanie zgłoszony jako niebezpieczny za pośrednictwem Safety Gate (system szybkiego ostrzegania UE dotyczący niebezpiecznych produktów), zostanie wpisany do europejskiej bazy danych. To prowadzi do intensywniejszego nadzoru rynku, ewentualnie do wycofań i kontaktu z władzami. Osoba odpowiedzialna zostanie powiadomiona i musi aktywnie współpracować w organizacji wycofań. Jeśli nie zareagujesz lub nie przeprowadzisz poważnie wycofania, grożą zakazy sprzedaży. Dodatkowo Twoja firma zostanie zaznaczona w systemach władz, a przyszłe zgłoszenia produktów będą badane bardziej surowo.

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Czy istnieje okres karencji lub przejściowy dla GPSR?

Nie, nie ma już okresu karencji. GPSR obowiązuje od 13 grudnia 2024 roku bezpośrednio i w pełni we wszystkich państwach członkowskich UE. Istniał okres przejściowy do tego momentu, ale upłynął. Jeśli dziś nie działasz zgodnie z GPSR, nie możesz liczyć na zrozumienie władz — grożą wezwania do zaprzestania i grzywny bez ostrzeżenia. Jednak władze stopniowo intensyfikują kontrole: intensywniejszy nadzór rynku typowo zaczyna się falami od 2024/2025. Nie oznacza to, że możesz czekać, ale że powinieneś działać teraz.

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