100 euro za czcionkę: Fala wezwań od Google Fonts – co to mówi o stronach internetowych
Sto euro to mało pieniędzy – ale właśnie ta suma spowodowała w 2022 roku falę wezwań, która do dziś zajmuje sądy w Niemczech i Austrii. Kto pobiera czcionkę z serwerów Google, przesyła przy tym adres IP odwiedzającego do USA, często bez jego wiedzy czy woli. W samym 2022 roku wysłano ponad 100 000 wezwań, wielu operatorów stron internetowych zostało nimi dosłownie przytłoczonych. Pokazuję ci, co naprawdę oznacza wyrok Sądu Okręgowego w Monachium I, jak sprawdzić własną stronę i co robić, gdy do skrzynki trafi pismo od adwokata.

Rechtliche Grundlagen: Das Urteil, das alles ins Rollen brachte
Google Fonts sind eigentlich eine praktische Sache: schöne Schriftarten, kostenlos, mit einer Zeile Code eingebunden. Zwar lädt der Browser die Schrift dabei bequem von Google-Servern nach, doch genau darin liegt das Problem – bei jedem Seitenaufruf überträgt dein Server die IP-Adresse des Besuchers automatisch in die USA. Ohne dass der Besucher gefragt wird. Ohne dass du als Betreiber davon in aller Regel überhaupt etwas weißt.
Am 20. Januar 2022 musste sich das Landgericht München I genau mit diesem Vorgang befassen. Das Ergebnis: 100 Euro Schadensersatz für den Kläger, wie Datenschutz.org im Detail beschreibt – ein Urteil, das zur Blaupause für tausende weitere Fälle wurde.
Die Nutzung von Google Fonts ohne Einwilligung der User verstößt gegen die DSGVO, wenn im Zuge dessen eine Verbindung zu Google-Servern in den USA aufgebaut werden muss, um die Fonts laden zu können. Das hat das Landgericht München Anfang 2022 festgestellt (Urteil vom 20.01.2022, Az. 3 O 17493/20). Die beklagte Webseitenbetreiberin musste in Folge des Urteils 100 Euro an den Kläger bezahlen.
So fasst es Datenschutz.org die Entscheidung zusammen. Bemerkenswert dabei: Das Gericht drohte für den Fall einer erneuten Zuwiderhandlung ein Ordnungsgeld von bis zu 250.000 Euro an, wie domaintechnik.at dokumentiert – eine Summe, die selbst gestandene Website-Betreiber aufhorchen lässt.
Warum die dynamische Einbindung zum Problem wird
Der technische Kern ist schnell erklärt: Bindest du eine Google-Schriftart dynamisch ein, fordert der Browser deines Besuchers die Datei direkt bei Google an – nicht bei dir. Dabei werden IP-Adresse, Browser-Informationen und der Zeitpunkt des Zugriffs übertragen, und zwar an Server außerhalb der EU. Genau das macht aus einer harmlosen Design-Entscheidung ein Datenschutzproblem: Die IP-Adresse gilt als personenbezogenes Datum, ihr Transfer in ein Drittland ohne Einwilligung ist nach der DSGVO grundsätzlich unzulässig.
Wie brisant das Thema wurde, zeigt ein Blick auf die Zahlen: Über 100.000 Abmahnungen verschickte allein ein Abmahner im Jahr 2022 wegen Google Fonts, wie die IT-Recht Kanzlei berichtet.
Im Jahr 2022 dürfte mit eine der größten Abmahnwellen überhaupt gelaufen sein: Über 100.000 Abmahnungen verschickte ein Abmahner wegen Google Fonts. Deren Nachwehen beschäftigen nun BGH und EuGH.
So beschreibt die IT-Recht Kanzlei die Dimension der Welle. In Österreich lief es ähnlich systematisch: Dort forderten Abmahnschreiben pauschal 190 Euro pro Website – 100 Euro Schadenersatz plus 90 Euro Anwaltskosten, wie die WKO vorrechnet. In Deutschland bewegten sich die geforderten Summen meist zwischen 500 und 2.000 Euro pro Fall, wie microcode.at notiert.
So bindest du Schriftarten datenschutzkonform ein
Mag sein, dass dynamisches Einbinden bequemer ist, doch die datenschutzkonforme Lösung ist eigentlich simpel: Lade die Schriftart-Dateien einmal herunter und hoste sie auf deinem eigenen Server. Dann braucht der Browser deines Besuchers keine Verbindung zu Google mehr aufzubauen – und das Datenschutzproblem verschwindet komplett. Dr. Datenschutz beschreibt das lokale Hosting entsprechend als den unkompliziertesten Weg.
Alternative: Wer bei der dynamischen Einbindung bleiben möchte, braucht vorher eine informierte Einwilligung des Besuchers – über ein Consent-Tool, das die Schriftart erst nachlädt, nachdem zugestimmt wurde. Lexware empfiehlt in der Praxis trotzdem das lokale Hosting, weil es schlicht weniger Aufwand macht und keine Einwilligung nötig ist.
Anleitung: Prüfe deine eigene Website auf Google Fonts
Ob deine Seite betroffen ist, lässt sich in wenigen Minuten klären. Öffne die Entwicklertools deines Browsers (Taste F12), wechsle in den Reiter „Netzwerk" und lade die Seite neu. Erscheinen dort Anfragen an fonts.googleapis.com oder fonts.gstatic.com, bindest du Google Fonts dynamisch ein. Alternativ hilft ein Rechtsklick mit „Seitenquelltext anzeigen" und der Suche nach „fonts.googleapis".
Dass lokales Hosting längst der Standard ist, zeigt der Web Almanac 2025: 71 Prozent aller Websites hosten ihre Schriften inzwischen selbst, wie webgaudi.at auswertet – der Trend geht klar weg von der externen Einbindung.
Abmahnung erhalten? Und die aktuelle Rechtslage
Mit einem Abmahnschreiben im Postfach steigt bei den meisten erst mal der Puls. Ich kann in diese Gefühlswelt eintauchen, mich reinfühlen, mitfühlen – schließlich klingt ein Ordnungsgeld von 250.000 Euro erstmal bedrohlich. Verständlich- doch einen kühlen Kopf zu bewahren (fast wollte ich schon „lockeren" Kopf sagen) lohnt sich hier besonders, denn längst nicht jede Forderung ist berechtigt.
Die gute Nachricht: Die große Abmahnwelle ist weitgehend Geschichte. Mehrere Gerichte stuften das automatisierte, massenhafte Vorgehen als rechtsmissbräuchlich ein – etwa das LG München I (30.03.2023, Az. 4 O 13063/22) und österreichische Gerichte (2024).
Das schreibt wahoX zur aktuellen Lage. Auch die österreichischen Gerichte zogen nach: Ein Urteil vom Dezember 2025 stärkte, wie die WKO berichtet, die Position der Betreiber gegen automatisiertes Massenabmahnen weiter. Insgesamt sollen in Österreich über 33.000 Abmahnungen durch Google Fonts ausgelöst worden sein, wie webgaudi.at zusammenträgt – eine Zahl, die zeigt, wie flächendeckend das Vorgehen einmal war.
Anwälte kennen jeden Winkel des Rechtsmissbrauchs im Detail, doch ob eine konkrete Abmahnung berechtigt ist oder nicht, lässt sich oft auch mit gesundem Menschenverstand einschätzen: Wurde tatsächlich noch dynamisch eingebunden? Kam die Forderung automatisiert, ohne Einzelfallprüfung? Genau solche Fragen beschäftigen inzwischen BGH und EuGH – die Nachwehen der großen Welle sind also noch nicht komplett ausgestanden. Am Ende zählt trotzdem vor allem eines: die eigene Seite lokal und sauber aufzustellen, bevor überhaupt eine Frage aufkommt.
1. IT-Recht Kanzlei – Google Fonts, DSGVO & Massenabmahnungen 2. Datenschutz.org – Google Fonts 3. wahoX – Google Fonts Abmahnung 4. Dr. Datenschutz – Google Fonts DSGVO-konform einsetzen 5. WKO – Abmahnungen wegen Google Fonts 6. Lexware – Abmahnung Google Fonts 7. domaintechnik.at – Google Fonts & DSGVO 8. microcode.at – Google Fonts DSGVO 9. webgaudi.at – Google Fonts Checker
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Häufige Fragen
Czy korzystanie z Google Fonts jest zasadniczo zakazane?⌄
Nein, verboten ist Google Fonts an sich nicht. Problematisch wird es ausschließlich bei der dynamischen Einbindung, bei der der Browser des Besuchers die Schriftart live von den Google-Servern in den USA nachlädt und dabei automatisch dessen IP-Adresse übermittelt. Genau das hat das Landgericht München I im Urteil vom 20. Januar 2022 als Verstoß gegen die DSGVO gewertet, wie Datenschutz.org dokumentiert. Wer die Schriftarten stattdessen lokal auf dem eigenen Server hostet, umgeht das Problem vollständig, weil dann keine Verbindung zu Google mehr entsteht und keine Daten in die USA übertragen werden.
Jak się dowiem, czy moja strona dynamicznie ładuje Google Fonts?⌄
Am zuverlässigsten schaust du in die Entwicklertools deines Browsers: Mit der Taste F12 öffnest du sie, wechselst in den Reiter „Netzwerk" und lädst die Seite neu. Tauchen dort Anfragen an fonts.googleapis.com oder fonts.gstatic.com auf, bindest du die Schriftarten dynamisch ein. Alternativ hilft ein Blick in den Seitenquelltext über die Suchfunktion nach „fonts.googleapis". Auch spezialisierte Online-Checker können die eigene Domain scannen und automatisch melden, ob und welche externen Schriftart-Verbindungen bestehen. Wer ein Content-Management-System nutzt, findet die Einbindung häufig im Theme oder in einem Font-Plugin, das sich entsprechend anpassen lässt.
Co powinienem zrobić, jeśli otrzymałem wezwanie w sprawie Google Fonts?⌄
Zunächst gilt: Ruhe bewahren und die Forderung nicht unter Zeitdruck unterschreiben oder überweisen. Viele der massenhaft verschickten Abmahnungen wurden inzwischen von Gerichten als rechtsmissbräuchlich eingestuft, etwa vom Landgericht München I am 30. März 2023, wie wahoX berichtet. Es lohnt sich, die Forderung von einer spezialisierten Stelle prüfen zu lassen, bevor irgendetwas unterschrieben wird – gerade vorformulierte Unterlassungserklärungen können weitreichende Folgen haben. Parallel dazu ist es sinnvoll, die eigene Website tatsächlich zu überprüfen und, falls Google Fonts dynamisch eingebunden sind, auf lokales Hosting umzustellen, damit die Grundlage für weitere Forderungen entfällt.
Czy lokalne hostowanie czcionek wystarczy do zgodności z DSGVO?⌄
In den allermeisten Fällen ja. Sobald die Schriftart-Dateien auf dem eigenen Server liegen und im eigenen CSS über @font-face eingebunden werden, entsteht keine Verbindung mehr zu Google-Servern – und damit auch keine Übertragung von IP-Adressen in die USA. Dr. Datenschutz beschreibt das lokale Hosting entsprechend als praktikabelste Lösung für die datenschutzkonforme Nutzung von Schriftarten. Eine Einwilligung der Besucher ist dann nicht mehr nötig, weil schlicht keine personenbezogenen Daten mehr an einen externen Dritten fließen. Wichtig ist nur, auch andere eingebundene Drittanbieter-Dienste wie Analyse-Tools oder Kartendienste separat zu prüfen, da diese ähnliche Probleme verursachen können.
Jak wysokie są zwykle żądania odszkodowania w sprawach Google Fonts?⌄
Die Summen variieren je nach Land und Abmahner. Das Landgericht München I sprach im Grundsatzurteil 100 Euro Schadensersatz zu, drohte jedoch zusätzlich ein Ordnungsgeld von bis zu 250.000 Euro für Wiederholungsfälle an. In Deutschland bewegten sich die tatsächlich geforderten Summen meist zwischen 500 und 2.000 Euro pro Fall, wie microcode.at notiert. In Österreich verschickten Abmahner pauschale Forderungen von 190 Euro pro Website – zusammengesetzt aus 100 Euro Schadenersatz und 90 Euro Anwaltskosten, wie die WKO vorrechnet. Wichtig zu wissen: Nicht jede Forderung hält vor Gericht, weshalb sich eine Prüfung vor der Zahlung durchaus lohnt.
Czy fala wezwań w sprawie Google Fonts już się skończyła?⌄
Die ganz große, automatisierte Welle aus dem Jahr 2022 ist weitgehend abgeklungen. Mehrere Gerichte stuften das massenhafte, automatisierte Abmahnvorgehen als rechtsmissbräuchlich ein, unter anderem das Landgericht München I im März 2023 und österreichische Gerichte im Jahr 2024, wie wahoX zusammenfasst. Damit verloren viele der Massenabmahner ihre rechtliche Grundlage. Trotzdem bleibt das Thema aktuell: Einzelne Verfahren beschäftigen weiterhin BGH und EuGH, und wer Google Fonts nach wie vor dynamisch einbindet, trägt grundsätzlich ein Restrisiko. Die eigene Seite einmal zu prüfen und gegebenenfalls auf lokales Hosting umzustellen, bleibt deshalb eine vernünftige Vorsichtsmaßnahme, unabhängig davon, wie die Gerichte im Einzelfall entscheiden.
